Musikkapelle Surberg-Lauter ohne Nachwuchsprobleme

Zum ersten mal führte die Musikkapelle Surberg-Lauter ihre Jahreshauptversammlung öffentlich im Wirtshaus Lauter durch. „Nachdem auch fördernde und passive Mitglieder dabei sind, haben wir uns dazu entschlossen, die Versammlung in dieser Form mit Musik durchzuführen“ sagte der Vorsitzende, Bürgermeister Josef Wimmer. Neben diesem begrüßte er auch die ehemaligen Musikanten und Vorstände der Ortsvereine.

Bei den Neuwahlen wurde Wimmer als Vorsitzender bestätigt. Wiedergewählt wurde auch sein Stellvertreter Christoph Lenze. Von Wolfgang Wimmer übernahm Maria Kalsperger das Amt der Schriftführerin. Kassier bleibt Martin Ramgraber. Als Jugendleiter fungiert weiterhin Christoph Lenze. Als Beisitzer gewählt wurden Manfred Biermaier, Anna-Lena Lechner, Hubert Pertl und Severin Schillinger. Die Kasse prüfen Hubert Brandl und Andreas Maier.

Vor rund 15 Jahren habe es mit der Kapelle alters- und zahlenmäßig schlecht ausgeschaut, sagte der Vorsitzende. Seit 2008 gebe es die Bläserklassen zusammen mit Otting und Wonneberg. Drei Jahre später sei die Jugendkapelle Surberg unter der Leitung von Tamás Puskás gegründet worden. Ausbilder sei Bernhard Lackner. Inzwischen habe sich die Jugendkapelle so gut entwicklelt, dass die ersten Nachwuchsspieler in die Musikkapelle Surberg-Lauter übernommen werden konnten. Dadurch sei der Altersdurchschnitt von 38 auf 32 gedrückt worden.

„Wir versuchen, die Jugendkapelle einzubinden, damit die Jugendlichen Begeisterung finden“ sagte Wimmer. Als Beispiel nannte er das Frühjahrskonzert, den Höhepunkt im Musikantenjahr, sowie die drei Standkonzerte in der Gemeinde. Als weitere Höhepunkte zählte er die Auftritte beim Maifest in Lauter, beim Sommernachtsfest des Altenmarkter Trachtenvereins in Baumburg und das Seefestin Breitbrunn auf. Im vergangenen Jahr kam noch das Bezirksmusikfest in Grabenstätt mit rund 50 Musikkapellen hinzu.

Von den angesetzten Standkonzerten in Surberg, Ettendorf und Lauter mussten die beiden letzteren wegen Regens abgesagt werden. Zu den musikalischen Aktivitäten kamen noch kirchliche Auftritte am Palmsonntag, beim Jahrtag der Vereine, bei der Erstkommunion, an Fronleichnam, beim Erntedankfest, an Allerheiligen und am Volkstrauertag hinzu. Zudem waren die Bläsergruppen an Maiandachten, an Maria Himmelfahrt und am Adventsingen beteiligt.

Mit einer Schaufensterpuppe, die mit Tracht der Musikkapelle Surberg-Lauter bekleidet war, sowie mit zwei Plakaten, auf denen zum einen die Geschichte der Musikkapelle und zum anderen die gemeinsamen Auftritte mit den Traunsteiner Schäfflern seit 1983 dargestellt waren, beteiligte sich der Verein an der Ausstellung, die die Schäfflertanzgruppe der Kolpingfamilie Traunstein anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Schäfflertanz in München“ in der Alten Wache des Traunsteiner Rathauses zeigte.

Schriftführer Wolfgang Wimmer schilderte die Vorteile, die die Musikkapelle durch die Mitgliedschaft im Musikbund für Ober- und Niederbayern hat: Zuschüsse für Instrumentenkäufe, Mitfeiern beim Bezirksmusikfest, Fortbildungen für Dirigenten und Musikmeister, Abnahme des Jugendmusikabzeichens und Teilnahme an Wertungsspielen. Probenkönig 2017 war Sepp Löx, vor Musikmeister Markus Zoff und Martin Ramgraber.

Chronist Georg Wimmer erklärte, er habe die Chronik 2016 von Helmut Ortner übernommen und sich an dessen Gestaltung orientiert. Zusätzlich zur Papierform für wichtige Dinge, gebe es digitale Ordner pro Jahr und pro Ereignis. Außerdem habe er eine chronologische Musikantendatei in Excel angelegt. Bis jetzt habe er alle aktiven Musikanten zusammen. Die Proben und Auftrittslisten seit Aufzeichnungsbeginn seien ebenfalls eingescanned. Er sammle nun Papierfotos, Dias, Zeitungsausschnitte, Inserate, Plakate und Festschriften. Er bat die Mitglieder, ihm Unterlagen zukommen zu lassen.

Musikmeister Markus Zoff gab eine kurze Vorschau auf das laufende Jahr. Es beginnt mit dem Frühjahrskonzert am Palmsamstag (24. März). Ferner spielt die Musikkapelle bei acht Festen als Zugmusik. Geplant sind wieder die Standkonzerte in Ettendorf, Surberg und Lauter. Weiterhin spielt die Musikkapelle beim Sommernachtsfest in Baumburg, beim Musikfest in St. Valentin (AT) sowie etlichen kirchlichen Festen.

Der Leiter der Jugendkapelle, Tamás Puskás, hob die hohe Wertschätzung hervor, die seiner und der Arbeit von Bernhard Lackner entgegengebracht würde. Die Jugendkapelle sei aus der ersten Bläserklasse hervorgegangen. Ein beständiger Wechsel der Musikanten sei das Schicksal und zugleich Herausforderung einer Jugendkapelle für alle Beteiligten. Ebenso gebe es große Unterschiede im Können und in der Routine. Deshalb seien Toleranz und Geduld gefragt. Die Jugendlichen kämen sehr gut du sehr regelmäßig zu den Proben. Aktuell habe die Jugendkapelle 18 Mitglieder. Das jüngste sei acht Jahre alt.

Trotz aller Schwierigkeiten gelinge es, sich an mehreren Auftritten zu beteiligen, sagte Puskás. Augenblicklich sei man dabei, sich auf das Frühjahrskonzert vorzubereiten. Die Proben seien sehr gut verlaufen. Man habe mehr Stücke, als für das Programm notwendig seien. Bjr

Quelle: Traunsteiner Tagblatt, Günther Buthke