Jugendkapelle Surberg und Musikkapelle Surberg-Lauter spielten bemerkenswertes Frühjahrskonzert

Surberg. Wer nicht da war, der hat etwas verpasst. Bei ihrem traditionellen und bemerkens-werten Frühjahrskonzert in der voll besetzten Surtalhalle bot die 39 Mann starke Musikkapelle Surberg-Lauter unter der Leitung von Markus Zoff einen bunten Strauß an traditioneller Blasmusik und modernen Rhythmen. Zum ersten Mal dabei waren die Nachwuchskräfte Katharina Steiner (Flöte), Anna-Lena und Christina Brandl (Klarinette), Janette Stockbauer (Tuba), Lukas Koch (Flügelhorn) sowie Josef Pertl und Korbinian Mix (Tenorhorn). Die Moderation übernahm wieder der Vorsitzende der Musikkapelle, Bürgermeister Josef Wimmer, der den begeisterten Zuhörern einige interessante Hintergrundinformationen zu den einzelnen Musikstücken und ihren Komponisten lieferte.
Wie seit ein paar Jahren üblich, bestritt den ersten Teil die Jugendkapelle Surberg unter der Leitung von Tamás Puskás. Mit dem „Gföller Marsch“ von Georg von Kaufmann eröffnete der Musikernachwuchs das Konzert. Das Bergdorf Gföll liegt nahe Unken, wo von Kaufmann bei den Bayerischen Salforsten als Forstmeister stationiert war.
Es folgte „How to Train your Dragon“. Zu deutsch: „Drachenzähmen leicht gemacht“. Die Melodie von Jon Powell stammt aus einem Animationsfilm, der in der mystischen Welt der Wikinger spielt.
Nach Österreich entführte die Jugendkapelle mit der Polka „Heut spielt die Blasmusik“ aus der Feder des burgenländischen Komponisten und Arrangeurs Gustav Hammerschmid.


Für die reifere Jugend spielte die Jugendkapelle dann musikalsiche Höhepunkte aus dem Abba-Film „Mamma Mia“ mit Maryl Streep und Pierce Brosnan wie „Mamma Mia“, „S.O.S“, „The Winner Takes It All“ und „Dancing Queen“.
Mit einem weiteren Medley mit den Märschen „Raiders Marsch“, „Midway Marsch“, „The Olympic Spirit“ und „The Thone Room“ aus einem „Star Wars“-Film von John Williams, einem bekannten Komponist für Filmmusik, verabschiedeten sich Tamás Puskás und seine Musikanten.


Dass Franz Lehár nicht nur Operetten wie „Die lustige Witwe“ oder „Der Graf von Luxemburg“, sondern auch Märsche komponieren konnte, bewies die Musikkapelle Surberg-Lauter, die ihren Teil des Frühjahrskonzerts mit dem passenden Titel „Jetzt geht’s los“ eröffnete.
Weiter ging es mit der Polka „Das Mädchen“ von Franz Meierhofer, der aus der Steiermark stammt und fast nur für Blasmusik komponiert.
Eine wohl musikalische Autobiografie war die Polka „Ernst im Allgäu“ von Komponist und Dirigent Ernst Netzer, der dort daheim ist. Das Bariton-Solo spielte Wolfgang Wimmer.


„Für Dich“ lautete der anschließende Walzer von Rudi Fischer, dem Leiter der vom Rundfunk bekannten „Hergolshäuser Musikanten. Hergoldshausen liegt in der Nähe von Schweinfurt.
Mit einem laut Moderator Wimmer der schönsten Portugiesischen Märsche von Francisco Marques Neto, der die beschwingte Heiterkeit des Landes zum Ausdruck brachte, ging es in die Pause. Der Titel lautete „O Vitinho“. Vitinho stellt in Portugal das Sandmännchen dar und war einst allabendlich als Zeichentrickfigur im Fernsehen zu sehen.
Trotzdem kamen Musikmeister Zoff und seine Musiker hellwach aus der Pause und auch der letzte Zuhörer, der vielleicht von Vitinho zum Einschlafen gebracht wurde, war beim Konzert-marsch „Der Wilde Kaiser“ des Bozeners Norbert Rabanser wieder schnell bei der Sache. Rabanser ist Leiter der „Innsbrucker Böhmischen“ und der „Bürgerkapelle Tramin“.
Ein interessantes Stück war „Ruma di Polka“, weil der Komponist Alexander Pfluger den Zwei-Viertel-Takt der Polka mit dem Vier-Viertel-Takt der Rumba vermischt bzw. wechselt.
Das irische Volkslied „Carrickfergus (Irisch: Carriag Fherghias), arrangiert von Michael Geisler, war der gleichnamigen nordirischen Stadt rund zehn Kilometer von Belfast entfernt gewidmet. Es handelt von einer verlorenen und unerreichbaren Liebe. Dem Nachwuchsmusiker Benedikt Rosenegger war es vorbehalten, diese unerreichbare Liebe als Solist mit dem Bariton fast schon wie ein „Alter“ vorzutragen.


Einige der größten Hits der Band „Queen“ der Musiker Freddie Mercury, John Deacan, Brain May und Roger Tayler, die über 20 Jahren bis zum Tod von Mercury 1991 in der selben Be-setzung spielten, hat Peter Kleine-Schars arrangiert. Zu hören waren „Bohemian Rhapsodie“, „Another One Bites The Dust“, „Crazy Little Thing Called Love“, „We Will Rock You“ und „We Are The Champions“.
Mit dem Marsch „Blasmusikgrüße“ von Mathias Gronert verabschiedete sich die Musikkapelle Surberg-Lauter, allerdings nicht ohne eine Zugabe. Es war der Marsch „In Vino Veritas“ (Im Wein liegt Wahrheit) von Michael Seufert, der Hornist der „Hergolshäuser Musikanten“ ist.
Dirigiert von Ausbilder Bernhard Lackner spielten die Jugendkapelle Surberg und die Musikkapelle Surberg-Lauter zum endgültigen Abschluss noch zwei bekannte Musikstücke gemeinsam: die Polka „Böhmischer Traum“ von Norbert Gälle und den Marsch „Mein Heimatland“ von Sepp Neumayr.

© Günter Buthke jun.

 

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